4.5.2024, Nicole Greuter

Öisi Böim - Baumexkursion

Rückblick - Der erste Anlass von "Öisi Böim" traf den Nerv der Zeit: rund 40 Interessierte wollten die Bäume im privaten und öffentlichen Siedlungsraum näher kennenlernen.

 

Auf dem Spaziergang, der dem Stadtbach entlang zum Sportplatz und weiter über das Sprecher+Schuh- sowie Henz-Areal zum Bahnhofplatz führte, gab die Baumpflegespezialistin Sibylle Trüb spannende und anregende Einblicke in das Leben von Einzelbäumen, jüngeren Baumreihen und neu gepflanzten Baumgruppen. Die kulturhistorische Bedeutung und Entwicklung, die Schwierigkeiten von Erhalt und Förderung, aber auch der Nutzen von Bäumen für Mensch und Umwelt sorgten für angeregte Diskussionen, die später auf dem Gilgenplatz beim gemütlichen grillieren fortgesetzt wurden.



14.1.2024, Bastian Wittwer

PolitZmorge mit der EVP

Rückblick - Das Bündnis «Zukunft Suhr» vertritt neben Parteilosen, verschiedene Parteien aus dem Mitte-links Spektrum. Wofür genau stehen diese Parteien und was läuft auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene? Als dritte Partei in dieser Serie stellte sich am Samstag, 13. Januar 2024 die Evangelische Volkspartei (EVP) vor.

 

Die vier Gäste bringen dem Publikum die Werte und Themen der EVP näher. Man spürt: Hier ist politische Arbeit mit Herzblut und persönlichem Engagement verbunden.

 

Menschen für Menschen

Daniel Gugger, Präsident der EVP Suhr erzählt seine persönliche Geschichte wie er zur EVP gekommen ist und weshalb er aus Überzeugung bei dieser Partei dabei ist. Für schwächere einstehen und als Mensch für andere Menschen da sein, diese Haltung vertritt Gugger und dafür steht auch die EVP ein.

 

Nationale Themen

Lilian Studer, Präsidentin der EVP Schweiz fokussiert auf verschiedene Themen, welche die EVP auf Bundesebene beschäftigt. Seien es die Bundesfinanzen – bis 2035 fehlen dem Bund 11 Milliarden, was kann dagegen unternommen werden? – oder die Behandlung des revidierten CO2 Gesetzes. Die Initiative „Für ein besseres Leben im Alter“, wo eine 13. AHV-Rente gefordert wird, lehnt die EVP ab. Die Initiative komme zum falschen Zeitpunkt und funktioniere nach dem Giesskannenprinzip, sei also zu wenig ausgerichtet auf Menschen, die effektiv auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

 

EVP: eine Wert-orientierte Partei

Uriel Seibert, Grossrat aus Schöftland hebt die Werte und das Schwerpunktprogramm der EVP hervor. Dialogfähigkeit, Glaubwürdigkeit, Hoffnung, Nachhaltigkeit, Transparenz, Unabhängigkeit sind die Werte für welche die EVP einsteht.

Hoffnung auch angesichts der Krisen auf der Welt dürfe nicht verloren werden.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie die EVP zu gleichgeschlechtlichen Paaren steht, antwortet Seiber, dass es unabhängig vom Geschlecht wichtig sei, Beziehungskompetenzen zu fördern. Zudem sei es ein Problem, dass die EVP oftmals auf dieses Thema reduziert wird.

 

Sachpolitik vor Parteibüchlein

Die Parteizugehörigkeit spielt auf der Gemeindeebene keine grosse Rolle sagt Roland Frauchiger, Grossrat und Gemeindeammann aus Thalheim. Es geht um Sachpolitik, Themen wie zum Beispiel die BNO-Überarbeitung oder das Erhalten der Infrastruktur, welche auch in Suhr aktuell sind.

Bei einem grossen Projekt, wo die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erneuert wurde, kam dem von ausserhalb der Gemeinde zugezogene Ammann die "Auswärtigkeit" zugute. „Du bist der Einzige, der alle an einen Tisch bringen kann“ hiess es, weil er als zugezogener über die nötige Neutralität verfügte.


14.9.2023, Heidi Stutz

Ist uns VERAS 13 Millionen wert?

In Suhr herrscht ein Autoverkehrschaos, das behoben werden soll, weil die Bewohnerinnen und Bewohner und auch das Suhrer Gewerbe darunter leiden. Soweit herrscht Einigkeit. Die Umfahrung mit dem Projekt Veras könnte eine Chance sein. Es stellt sich die Frage, ob der Nutzen für Suhr tatsächlich grösser ist als die Kosten.

 

Der Gemeindebeitrag von 13 Millionen Franken für VERAS ist keine Kleinigkeit für eine Gemeinde wie Suhr, deren Finanzen knapp sind. Gegenüber 2021, als die neue bürgerliche Mehrheit die Finanzplanung übernahm, ist bis 2026 mehr als eine Verdoppelung der Nettoschuld pro Kopf prognostiziert. Was muss in Zukunft alles an für die Lebensqualität wichtigen Leistungen gestrichen werden, um diese Strasse zu finanzieren?

 

Der Kanton tut sich schwer mit Massnahmen für eine Entlastung des Dorfzentrums

Wichtig für Suhr ist, dass die Strassen im Zentrum so ausgestaltet sind, dass sich ein reines Durchfahren auch bei Stau auf der Umfahrung nicht lohnt. Dagegen soll es für die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch für das Gewerbe möglich sein, problemlos zu- und wegzufahren, ohne im Stau stecken zu bleiben. Ziel muss es sein, den Autoverkehr zwischen Wynental und Aarau auf den Schnellstrassen zu halten. Das wird nicht von alleine passieren. Vielmehr braucht es auch auf der Tramstrasse flankierende Massnahmen, die über eine Dosieranlage und eine häufiger geschlossene Barriere hinausgehen. Hier wünschen wir uns mehr Unterstützungen vom Kanton.

 

Die Mitfinanzierung des Bundes ermöglicht eine Aufwertung der Landschaft

Positiv an der gegenwärtigen Planung von Veras ist, dass dank der Mitfinanzierung aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes Ausgleichsmassnahmen für die Aufwertung der Landschaft möglich sind. So soll die Strasse Richtung Entfelden mit einem grün bepflanzten Band gut in die Umgebung integriert werden. Der grüne Gürtel rund um Suhr wird auch durch andere Massnahmen aufgewertet. Bei den Umweltmassnahmen den Sparhebel anzusetzen wäre ein Eigentor.

 

Wir von «Zukunft Suhr» werden beim zur Abstimmung kommenden Projekt sorgfältig prüfen, ob der Nutzen von Veras für Suhr tatsächlich grösser ist als die Kosten. Voraussetzung für ein Ja ist, dass das Gesamtpaket mit den vorgesehenen Umweltmassnahmen bestehen bleibt. Aber auch die nachhaltige Entlastung des Dorfzentrums vom Verkehr wird in dieser Abwägung eine wichtige Rolle spielen.


20.8.2023, Bastian Wittwer

Prominentes PolitZmorge

Öffentliches Podium mit fünf Ständeratskandidatinnen

Rückblick – Dass «Zukunft Suhr» den Spagat zwischen kommunaler und nationaler Politik schafft und dabei als integrierende Kraft auftritt, wurde beim PolitZmorge vom 19. August eindrücklich gezeigt. Die fünf prominenten Gäste sorgten für eine äusserst spannende und unterhaltsame Runde, in der auch viele gemeinsame politische Ziele diskutiert wurden.

Zu Besuch beim PolitZmorge in der Bärenmatte waren:

 

  • Marianne Binder, Die Mitte, Baden
  • Irène Kälin, Grüne, Aarau
  • Barbara Portmann, glp, Lenzburg
  • Gabriela Suter, Sozialdemokratische Partei, Aarau
  • Lilian Studer, EVP, Wettingen

 

Alle Parteien, die «Zukunft Suhr» vertritt, stellen für die Wahlen im Herbst eine Kandidatin für den Ständerat (und gleichzeitig auch für den Nationalrat) zur Wahl. Doch welche Person vertritt meine politischen Überzeugungen am besten? Unter dieser Fragestellung moderierte Joachim Greuter (Präsident «Zukunft Suhr») gekonnt die Runde.

 

Ein Ruck ist nötig

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Energiepolitik, Einwanderung, Verhältnis zu Europa: Die Fragen, die diskutiert wurden, waren vielfältig. „Gewisse Menschen werden gar nicht mehr erreicht“ äussert Irène Kälin ihre Bedenken zum Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt. Marianne Binder ist die direkte Begegnung zu Menschen wichtig, um so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Lilian Studer sagt: „Die Schweiz wird vom Ausland mit grossen Augen angeschaut für unsere Haltung gegenüber dem Ukrainekrieg“. Gabriela Suter ist überzeugt, dass ein Energieabkommen mit der EU sehr wichtig ist. Zur Europapolitik macht Barbara Portmann klar: „Die EU ist ein Projekt für Frieden und Zusammenhalt. Es geht nicht, dass wir nur die Rosinen herauspicken.“ Zum Solarausbau meint Irène Kälin: „Ein Ruck ist nötig in Bundesbern“.

Die Runde ist sich einig: Es Bedarf einem Ruck in Richtung Umweltschutz, Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, für Demokratie und gegen Populismus, für ein starkes Rahmenabkommen mit der EU.

 

Wie holt mitte-links einen Sitz im Ständerat?

Dies war die Gretchenfrage, die im Raum stand. Thomas Baumann (Gemeinderat Suhr) brachte es auf den Punkt: Die fünf Kandidatinnen werden sich nach dem ersten Wahlgang zusammenraufen müssen, und so die Chance ergreifen, um einen rein rechtskonservativen Ständerat zu verhindern. Denn dieser steht dem Kanton Aargau nicht gut an, wie Gabriela Suter anmerkt.

Dass alle fünf Frauen kompetent, wählbar, sympathisch, engagiert und bestens geeignet sind den Kanton Aargau im Parlament zu vertreten, steht nach diesem gelungenem Anlass mit gut 60 Besuchern ausser Frage.

Insofern ist die wichtigste Aussage, die mitgegeben wird: Wir haben es in der Hand. Gehen wir wählen!

 

Am 22. Oktober 2023 wählt die Bevölkerung des Kantons Aargau, wer den Kanton für die nächsten 4 Jahre im Ständerat vertreten wird. Durch den Rücktritt des SVP-Vertreters Hansjörg Knecht besteht die Chance für Mitte-links, mindestens einen der beiden Sitze zurückzuholen.


11.5.2023, Joachim Greuter

Tagesschule - Wie soll die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung in Zukunft aussehen?

Rückblick zum PolitZmorge

Getreu der Philosophie von «Zukunft Suhr» liessen wir uns vor einem möglichen Richtungsentscheid ergebnisoffen informieren, was unter einer Tagesschule verstanden wird und welche Optionen bestehen.

 

Zunächst erhielten wir eine spannende Einführung zu den aktuellen Arbeiten der Gemeinde Suhr durch Gemeinderat Oliver Krähenbühl (Zukunft Suhr). Haupterkenntnis: Suhr und damit auch die Schule Suhr wird in den nächsten Jahren enorm wachsen. Es braucht dringend für die Schule und die Betreuung zusätzlichen Platz. Bei der Planung des Schulraumes muss immer das Betreuungsangebot mitgedacht werden.

 

Im Anschluss gab Frau Susanne Stern, Geschäftsleiterin und Leiterin des Bereichs Bildung und Familie bei Infras einen Überblick über die verschiedenen Modelle in der Schweiz und teilte auch ihre Erfahrungen und Erfolgsrezepte. Dazu gehören insbesondere vier Gelingensbedingungen:

  1. Räumliche Nähe (ein gemeinsames Dach für Schule und Betreuung)
  2. Ähnliche Ausbildungen und Anstellungsbedingungen (für Lehrpersonen und Betreuungspersonen)
  3. Schule als Träger (Betreuungsangebote werden durch die Schule angeboten)
  4. Schulleitung und Leitung Betreuung auf Augenhöhe oder direkte Unterstellung Leitung Betreuung unter Schulleitung

Die voll ausgebaute Tagesschule ist in einem ersten Schritt nicht zwingend die beste Lösung für Suhr. Eine Schule mit modularen Tagesstrukturen würde schon viele der Gelingensfaktoren erfüllen, beispielsweise wäre es auch hier möglich, die Hausaufgaben in der Schule zu erledigen, was die Chancengleichheit für alle Kinder erhöht. Ebenso wird das Kind in diesem Modell ganzheitlich betrachtet und unterstützt, was heute aufgrund des Datenschutzes nicht möglich ist (Lehrpersonen und Betreuungspersonen an den privaten Mittagstischen dürfen sich nicht über die Kinder austauschen). Auf jeden Fall steht es allen Eltern offen, die Kinder anzumelden oder nicht. Durch die Ansiedlung der Tagesstrukturen an der Schule würden die Anstellungsbedingungen für die Betreuungspersonen verbessert und durch die örtliche Nähe würden die Kinder umfassender begleitet (alles unter einem Dach).

 

Im Anschluss an das Referat von Frau Stern berichtete die Aarauer Stadträtin Franziska Graf-Bruppacher vom Projekt Tagesschule in Buchs und Aarau. Die beiden Verbandsgemeinden der Kreisschule Aarau-Buchs haben sämtliche Abklärungen schon vorgenommen und die Stimmbevölkerung hat entschieden, die Aufgaben der modularen Tagesstrukturen der Schule zu übertragen und eine Tagesschule am Standort Scheibenschachen, Aarau aufzubauen. Es steht den Erziehungsberechtigten frei, aus dem Angebot auszuwählen und auch in Zukunft können dafür einkommensabhängige Subventionen in der Wohngemeinde beantragt werden. Sofern Plätze frei sind, können auch Schulkinder aus Suhr in der Tagesschule Aarau angemeldet werden. Start des Angebots ist für 2025 vorgesehen.

 

Wie geht es weiter?

Am Infoforum vom 16. Mai 2023 wird der Gemeinderat über die Ergebnisse der Analyse Bevölkerungsentwicklung und Schulraumbedarf inkl. Betreuung und über das weitere Vorgehen bei der Schulraumplanung informieren. Die Gemeinde steht vor grossen Herausforderungen.

 

«Zukunft Suhr» wird sich einsetzen für einen Ausbau der modularen Tagesstrukturen, möglicherweise in künftigen Weiterentwicklungen auch für eine voll ausgebaute Tagesschule.


19.2.2023, Bastian Wittwer

Asphalt knacken

Im Zentrum von Suhr wird unter der Leitung vom Natur und Vogelschutzverein Suhr (NVV) eine Asphaltfläche entsiegelt. Es entsteht ein schöner Ort für Mensch und Natur.

 

Am Aktionstag vom 18. Februar kamen rund ein dutzend engagierte Menschen zusammen um die asphaltierte Fläche vor der Valiant Bank aufzureissen. Diese Woche wird der Platz fertiggestellt.

Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer!

 


15.1.2023, Bastian Wittwer

PolitZmorge - Parteien im Gespräch: Die SP

Rückblick - Das Bündnis «Zukunft Suhr» vertritt neben Parteilosen, verschiedene Parteien aus dem Mitte-links Spektrum. Wofür genau stehen diese Parteien und was läuft auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene? Als zweite Partei in dieser Serie stellte sich am Samstag, 14. Januar 2023 die Sozialdemokratische Partei (SP) vor.

 

Friede, Solidarität, Gleichheit, Offenheit, soziale Gerechtigkeit und Ökologie: Für diese Werte steht die SP seit 1888 ein. Dies macht Dariyusch Pour Mohsen in einem kurzen Abriss über die Geschichte der SP deutlich. Der Sekretär der Kantonalpartei beschreibt die vielfältigen Aufgaben des kantonalen Sekretariats: Wahlkampagnen erarbeiten und führen, Parteitage organisieren, Kommunikation, Analysen und Medienarbeit sind nur ein paar Beispiele innerhalb des umfangreichen Aufgabengebietes.

 

Lobbying: Fluch und Segen zugleich

Die Nationalrätin Gabriela Suter erzählt der interessierten Gruppe äusserst lebendig vom Alltag in Bundesbern: Lobby-Arbeit, Vereinbarkeit zwischen politischer Arbeit und Erwerbstätigkeit, Netzwerken und als einer der wichtigsten Punkte: Kommunikation. Sie erklärt, wie ein Nationalrats-Jahr durch die jährlich vier Sessionen strukturiert ist.

Über die Lobby-Arbeit sagt sie: Es kann hilfreich sein, an den Anlässen der Lobbyisten teilzunehmen, sowohl von politisch gleichgesinnten wie auch von politischen Kontrahenten. Einerseits können es wertvolle Infoanlässe sein oder es kann das eigene Argumentarium geschliffen werden. Sie weist darauf hin, wie wichtig es ihr ist, Transparenz zu schaffen und verweist anhand ihrer Person als Beispiel auf die Homepage von Lobbywatch, wo die Beziehungen der Politiker mit verschiedenen Organisationen offengelegt wird.

Auf die Frage wie es gelingt, den offen werdenden Sitz im Ständerrat für Mitte-links zu gewinnen sagt sie, dass es nötig ist, die Werte der SP dem Stimmvolk rüberzubringen. Ein Schritt in diese Richtung ist bestimmt auch dieses PolitZmorge.

 

Gewaltmonopol soll beim Staat bleiben!

Ob sie eine Nacht unterwegs ist mit der Stadtpolizei Aarau oder sich gegen die Privatisierung von Sicherheitsaufgaben im Service Public wehrt, man merkt es sofort: die Grossrätin Lelia Hunziker ist eine Frau die anpackt, die weiss wovon sie spricht und Nägel mit Köpfen macht. Als Geschäftsführerin der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration in Zürich (FIZ) arbeitet sie 80%.

Mit packenden Beispielen erklärt sie, weshalb es problematisch ist, wenn der Staat Sicherheitsaufgaben an private Organisationen ausgliedert. Wenn z.B. ein Privatdetektiv im Auftrag des Staates eine IV-Rente beziehende Person oberservieren lässt, ist dies zwar unter gewissen Umständen legal. Jedoch muss klar sein, dass es in dieser Branche keine Regulierung gibt und undurchsichtigen oder sogar illegalen Praktiken Tor und Tür offenstehen.

 

Politische Aufgaben auf Gemeindeebene

Lucia Engeli, die seit sechs Jahren in der Politik aktiv und seit einem Jahr Gemeinderätin von Unterentfelden ist, schildert die Aufgaben auf kommunaler Ebene. Am Beispiel «Sorgen mit der Entsorgung», schildert Engeli wie sie sich lösungsorientiert darum kümmert, wenn in der Grünabfuhr mehr Müll als Grünes landet. Man merkt: Diese Aufgabe ist gar nicht so trivial und erfordert ein hohes Mass an gutem Willen, Vernetzung und kreativen Lösungsansätzen. Die Partei im Rücken zu wissen, hilft Engeli dabei.

 

Was kann Suhr «Zukunft Suhr» und besser machen?

Das Votum von Lelia Hunziker ist kurz und knapp: Gründet einen Einwohnerrat! Dies, um die Qualität der politischen Arbeit zu verbessern, was Suhr schlussendlich nur zugutekommen würde. Weiter vermisst sie eine kritische, politische Debatte zum Projekt VERAS. Es sei ein Mammutprojekt und es müsse sichergestellt werden, dass die ökologischen Anliegen nicht zu kurz kommen oder zurückgesteckt werden. 

Die Vorschläge und Wünsche an Suhr reichen vom Fördern der sanften Mobilität (ÖV, Velowege)  über Tempo 30 im Dorfzentrum zu einem weiteren Ausbau der Solarenergie.

 

Als Schlusswort streicht Jürg Lienhard (Vorstand SP Suhr) die aus seiner Sicht zwei grössten Errungenschaften von «Zukunft Suhr» heraus: 1. Der Zusammenschluss der Mitte-Links Parteien zu einem Bündnis und 2. die Niederschwelligkeit, die wir von «Zukunft Suhr» bieten.

In diesem Sinn: Seien auch Sie dabei das nächste Mal!

 

Wir von «Zukunft Suhr» freuen uns sehr auf das nächste PolitZmorge!


19.12.2021, Joachim Greuter

Danke!

Mit dem Jahreswechsel enden die Mandate von Gemeindepräsident Marco Genoni sowie die der abtretenden Mitglieder der Finanzkommission und die der Schulpflege. «Zukunft Suhr» bedankt sich ganz herzlich für die grosse geleistete Arbeit und wünscht den neu zusammengesetzten Gremien viel Freude und Erfolg in ihrer wichtigen Arbeit.

 

Marco Genoni hat die Gemeinde Suhr während den letzten 12 Jahren, die er im Gemeinderat tätig war, die letzten vier Jahre als Gemeindepräsident, nachhaltig geprägt. Seiner vorausschauenden und umsichtigen Art ist es zu verdanken, dass die Finanzen der Gemeinde Suhr trotz hohem Investitionsbedarf für die Zukunft gut aufgestellt sind. Das Budget 2022 wurde an der letzten Einwohnergemeindeversammlung mit grossem Mehr und ohne Gegenanträge genehmigt. «Zukunft Suhr» bedankt sich bei Marco Genoni für die engagierte Zeit im Gemeinderat und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.

 

Die stabilisierte finanzielle Lage ist auch der wichtigen Arbeit der Finanzkommission zu verdanken, die immer wieder auf die angespannte Situation der Gemeinde hingewiesen und dadurch zur Findung von optimalen Lösungen beigetragen hat. Auch den abtretenden Mitgliedern der Finanzkommission gilt ein grosses Dankeschön!

 

Per Januar 2022 werden die Aufgaben der Schulpflege an den Gemeinderat übergeben. Wir danken der ganzen Schulpflege unter der umsichtigen Leitung von Sonja Ihle für die grosse und wichtige Arbeit, die sie für die Gemeinde und für die Zukunft unserer Kinder geleistet hat. Wir wünschen den abtretenden Mitgliedern der Schulpflege alles Gute und viel Freude bei ihren zukünftigen Projekten.


31.10.2021, Bastian Wittwer

Analyse zu den Wahlen

Lesen Sie im Blog der SP Suhr eine Analyse zu den Gemeindewahlen 2021 mit dem Titel "Die Verantwortung der Gewählten".

 

>>LINK<<

 


27.10.2021, Bastian Wittwer

Thomas Baumann wird Vizegemeindepräsident

Die Wahlstrategie des "Bürgerlichen Komitees", das gleich fünf Kandidierende aufgestellt hat,  ist aufgegangen. Die Mehrheiten im Gemeinderat und in der Finanzkommission haben gewechselt. Nachdem der einzige Vizepräsident-Kandidat (Beat Woodtly) die Wahl nicht geschafft hat, wird Thomas Baumann  zum Vizegemeindepräsident gewählt.

 

 

«Zukunft Suhr» kann mit den Resultaten der vergangenen Gemeindewahlen nicht zufrieden sein. Sowohl die Mehrheit im Gemeinderat wie auch in der Finanzkommission gingen an das "Bürgerliche Komitee", das Gemeindepräsidium an Carmen Suter-Frey. «Zukunft Suhr» gratuliert der Gewinnerin und den Gewinnern zur Wahl.

 

Gespannt wird «Zukunft Suhr» nun verfolgen, welche Wahlversprechen auch nach der Amtsübernahme gültig bleiben: kommt die Tagesschule? Die Gestaltung des Dorfzentrums? Mehr «Transparenz» und «Basisdemokratie»? Und am liebsten alles ohne Steuererhöhung?


30.8.2021, Joachim Greuter

Marco Genoni unterstützt die Wahl von Thomas Baumann zum neuen Gemeindepräsidenten

Marco Genoni - amtierender Gemeindepräsident
Marco Genoni - amtierender Gemeindepräsident

Nach zwölf Jahren im Gemeinderat tritt Marco Genoni nicht mehr zur Wahl an. Im Interview erzählt der scheidende Gemeindepräsident über die Erfolge und die Veränderungen der letzten Jahre. Und er gibt die Antwort, weshalb er die Wahl von Thomas Baumann zum neuen Gemeindepräsidenten unterstützt und was die Stärken von Sonja Ihle und von Oliver Krähenbühl sind.

 


Vor zwölf Jahren wurdest du als Vertreter von «Zukunft Suhr» in den Gemeinderat gewählt und seit vier Jahren führst du die Gemeinde als Gemeindepräsident. Welches sind die größten Erfolge der letzten Jahre?

Genoni: Wir haben als «Zukunft Suhr» viele neue Impulse im Gemeinderat eingebracht und als Team auch viele Projekte umgesetzt. Wir haben unsere Aufgaben im Bereich Schulraum gelöst. 

Dank Neuinvestitionen in die Primarschulhäuser Feld und Dorf – Stichwort Vinci – und dank Sanierungen der Kindergärten bieten wir der Schule sehr gute Bedingungen.

Diese Bauprojekte mussten wir teilweise mit Darlehen finanzieren. Es handelt sich jedoch um zukunftsträchtige Investitionen für die nächsten 30 bis 40 Jahre und sie müssen auch in diesem Zeitraum beurteilt werden. Unsere Verschuldung hält sich auch gegenüber anderen Gemeinden in einem gut vertretbaren Rahmen.

 

Inwiefern hat sich die Gemeinde in dieser Zeit verändert? 

Genoni: Bleiben wir beim Beispiel Schule. Neben den Schulbauten spielen die weichen Faktoren eine zentrale Rolle, damit eine Schule für Kinder und Lehrpersonen einen guten Rahmen bietet. So ist die strategische Ausrichtung der Schule dank regelmässigem Austausch zwischen Schulleitung, Schulpflege und Gemeinderat im Dialog entstanden und wird von allen Beteiligten unterstützt.

Ja, Dialog ist das Schlüsselwort für eine erfolgreiche Gemeindepolitik.  

 

Was wünschst du dir für die Zukunft von Suhr?

Genoni: Suhr soll weiterhin als fortschrittliche Gemeinde gelten, die gute Rahmenbedingungen für Ihre BürgerInnen bietet. Dazu muss die politische Kultur des Austausches und das Einbeziehen eines breiten Spektrums der Bevölkerung gepflegt und weitergeführt werden.

Für die Entwicklung von Suhr ist das Engagement vieler Freiwilligen und unserer Kommissionen eine wichtige Stütze der politischen Arbeit. So können SuhrerInnen ihr Know-how und ihr Engagement direkt einbringen. 

 

Warum sind die KandidatInnen von «Zukunft Suhr» dafür am besten geeignet?

Genoni: Die drei PolitikerInnen von «Zukunft Suhr» bieten Gewähr, dass die positiven Entwicklungen der letzten Jahre weitergeführt werden.

Sonja Ihle hat mit ihrer Arbeit als Präsidentin der Schulpflege ihre Fähigkeiten als lösungsorientierte und kommunikative Persönlichkeit bewiesen, die auch mit schwierigen Situationen umgehen kann.

Oliver Krähenbühl habe ich im Gemeinderat als umsichtigen Allrounder erlebt, der sehr strukturiert die vielen anspruchsvollen Aufgaben anpackt.

Mit Thomas Baumann durfte ich acht Jahre im Gemeinderat zusammenarbeiten. Mit seiner Ruhe und Fähigkeit, tragfähige Lösungen anzustreben, ist er ein würdiger Gemeindepräsident. Dazu kommt sein Knowhow im Bereich Umwelt. Wir leisten in Suhr einen Beitrag zur Klimakrise und treffen die nötigen Vorkehrungen, damit wir auch in Zukunft über eine qualitativ lebenswerte Umgebung verfügen. Erste Erfolge können wir mit den Baumreihen an der Tramstrasse, mit naturnahen Spielplätzen und den vielen Sitzmöglichkeiten entlang den Spazierwegen bereits verbuchen. Ein Trumpf ist sicher sein Grossratsmandat, das ihm wichtige Vernetzungen mit dem Kanton bietet.

 

Wir von «Zukunft Suhr» bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen dir Marco, alles Gute für einen erfolgreichen Abschluss als Gemeindepräsident und für deine Zeit danach.


Bastian Wittwer, 12.4.2021

Erfolgreich an der Urne

Die drei Vorlagen über die Mischwasseranlagen wurden von der Bevölkerung sehr deutlich angenommen. «Zukunft Suhr» hatte die Ja-Parole gefasst und sieht im klaren Ergebnis auch einen Vertrauensbeweis in die gute Arbeit des Gemeinderates.

 

Diese Abstimmungen zeigen auf, dass der Gemeinderat nicht nur innovative Projekte umsetzen kann, sondern dass er auch Krisen positiv bewältigen kann: Er machte eine saubere Aufarbeitung und Analyse der kritischen Kostenüberschreitung bei der Mischwasserbehandlungsanlage beim Möbel Pfister. Die Ursachen des Debakels stammen notabene aber aus einer Zeit als das Bauressort von einem bürgerlichen Gemeinderat besetzt war. Fehler auszubügeln und daraus zu lernen damit zeigt der Gemeinderat Grösse.

In der schwierigen Coronazeit versucht der Gemeinderat mit neuen Kommunikationsmitteln wie Podcast oder Videos das Defizit an Bürgerinformationen auszugleichen. Diese stossen auf gute Resonanz. Da mutet es doch etwas komisch an, wenn in der letzten Ausgabe von SuhrPlus bei den bürgerlichen Parteinachrichten von «Nichtinformationstendenzen» die Rede ist.

 

 

Offizielles Protokoll der kommunalen Volksabstimmung.


Joachim Greuter, 9.3.2021

Mit Schwung in die neue Legislatur

Nach zwölf Jahren im Gemeinderat davon vier als Gemeindepräsident tritt Marco Genoni nicht mehr zu den Wahlen an. «Zukunft Suhr» freut sich, mit Sonja Ihle eine kompetente und erfahrene neue Kandidatin präsentieren zu können. Thomas Baumann und Oliver Krähenbühl haben sich als Gemeinderat bewährt und sind bereit, sich weiterhin für das Wohl der Gemeinde einzusetzen.

 

Seit vier Jahren hat «Zukunft Suhr» mit 3 von 5 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat. Es wurde viel erreicht. Regelmässig erhalten wir Feedbacks aus der Bevölkerung, von kantonalen Stellen und sogar von nationalen Organisationen, dass Suhr sehr gut aufgestellt ist und innovative Projekte vorantreibt. Dafür steht «Zukunft Suhr» heute und auch in Zukunft ein.

 

Danke Marco!

Gemeindepräsident Marco Genoni prägte die Entwicklung der letzten Jahre. Mit seiner integrierenden und sachlichen Art gelang es ihm, Mehrheiten zu finden und die Projekte voranzutreiben. Starke Spuren hinterlässt er im Bereich Partizipation der Bevölkerung und in den Finanzen. «Zukunft Suhr» bedankt sich herzlich für die grosse geleistete Arbeit und wünscht einen guten Abschluss der laufenden Legislatur.

 

Auch Thomas Baumann und Oliver Krähenbühl sind nicht aus dem Gemeinderat wegzudenken. Im Bereich Bau und Verkehr wurden zahlreiche Weichenstellungen erreicht. Neu wird bei Zonenaufwertungen beispielsweise eine Mehrwertabgabe erhoben, die zweckgebunden für die gute Gestaltung unserer Gemeinde eingesetzt wird.

 

Oliver Krähenbühl ist ein unermüdlicher Kämpfer für einen guten Schulstandort Suhr und für ein attraktives kulturelles und sportliches Leben. Er setzte Projekte wie das neue Musikschulreglement und die Umgebungsgestaltung beim Schulhaus Dorf in kurzer Zeit um.

 

Neu in den Gemeinderat: Sonja Ihle

Es freut uns, als neue dritte Kandidatin von «Zukunft Suhr» Sonja Ihle vorzustellen. Seit 2010 Mitglied der Schulpflege hat sie sich stark eingesetzt für die Schule Suhr und viele wichtige Projekte

vorangetrieben. Seit 2015 ist sie zudem Präsidentin der Schulpflege und leitet das Gremium umsichtig und zum Gewinn von allen Beteiligten.

 

«Zukunft Suhr» strebt ebenfalls die Sicherung des Gemeindepräsidiums an, um den Drive der Gemeinde sicher zu stellen und weiter zu entwickeln. Die Strategie wird in den nächsten Wochen festgelegt und kommuniziert.

 

Wir sind überzeugt, mit diesen drei Kandidat*Innen Top-Leute für die kommenden Jahre zu stellen. Unterstützen Sie uns und tragen Sie auf diese Weise bei zu einer modernen, innovativen und lebenswerten Gemeinde.


11.3.2021, Bastian Wittwer

Mischwasseranlagen – dreimal "Ja" an der Abstimmung vom 28. März

Ökologie und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen wie dem Wasser liegen «Zukunft Suhr» am Herzen. Deshalb ist für uns – im Unterschied zu anderen Parteien – klar, dass es sich bei der Erstellung von Mischwasseranlagen nicht nur um eine zwingende gesetzliche Verpflichtung handelt, sondern auch um eine sinnvolle und notwendige Investition für die Umwelt.

Die Abwasserreinigung in der Schweiz ist eine der grössten Erfolgsgeschichten im Umweltschutz. Die Mischwasserbehandlungsanlagen (MWBA) sind wichtige Puzzleteile im Abwassersystem.

 

Über folgende drei Geschäfte wird am 28. März in Suhr an der Urne abgestimmt.

  1. Kreditabrechnung Mischwasseranlage Nr. 965, beim Schwimmbad-Parkplatz
    Der Kostenvoranschlag vom 2015 rechnete mit Gesamtkosten von rund 1.18 Mio. Franken. Die Kostenabrechnung vom Juli 2019 beläuft sich auf rund 1.11 Mio Franken. D.h. die MWBA Nr. 965 konnte rund sechs Prozent unter dem Kostenvoranschlag abgerechnet werden.
  2. Wiedervorlage Kreditabrechnung Mischwasseranlage Nr. 746, auf dem Pfister Areal
    Beim Bau der MWBA Nr. 746, gab es eine Überschreitung der Kosten. Das vom Regierungsrat verfügte Projekt musste mit einer Kostenüberschreitung von rund 1.6 Mio. Franken abgerechnet werden. Die Abrechnung dazu wurde an der Gemeindeversammlung vom 6. November 2020 an den Gemeinderat zurückgewiesen.
    Für «Zukunft Suhr» ist diese Kreditüberschreitung genauestens zu analysieren und aufzuzeigen, wie so etwas in Zukunft vermieden werden kann. Der Gemeinderat hat zu diesem Zweck eine externe Expertise beauftragt. Wir sind überzeugt, dass er die Lehren daraus gezogen und Verbesserungsmassnahmen aufgegleist hat.
    Die Mehrkosten sind unschön, aber wichtig ist: Das Bauwerk ist kein Scherbenhaufen, sondern vollendet und voll funktionstüchtig.
  3. Zusatzkredit Mischwasseranlage Nr. 7, beim Steinfeld
    Gegenüber dem genehmigten Ausführungskredit vom 2015, ergeben sich Mehrkosten für die Realisierung der MWBA Nr. 7 von total 730'000 Franken oder rund 25 %. Die detaillierte Begründung ist nachvollziehbar im Abstimmungsbüchlein erläutert.

    Ein Gutachten bestätigt, dass das Projekt und die Totalkosten von 3 Mio. Franken nachvollziehbar und angebracht sind. Im Vergleich zu den anderen Mischwasserbehandlungsanlagen ist die Summe höher, weil u.a. ein erhöhter Sicherheitsaufwand besteht bei der Durchleitung des Kanals durch die Grundwasserschutzzone der Gemeinde Buchs.

Weitere Infos hier:

Mischwasserbehandlungsanlagen (MWBA)

Bei starken Regenfällen sind die Kanalisation und die Abwasserreinigungsanlagen überlastet und ein Teil des Abwassers, inklusive WC-Spülungen, muss direkt in die Bäche und Flüsse abgeleitet werden.

 

In den ersten Minuten eines Regens ist das Abwasser besonders stark mit Schmutz- und Giftstoffen belastet, weil dann die Strassen, Plätze und Dächer richtiggehend abgewaschen werden.

 

Wenn dieses stark belastete Abwasser völlig ungereinigt direkt in die Gewässer gespült wird, wirkt sich das sehr negativ auf die Lebewesen in den Gewässern aus und bedeutet auch eine Gefahr für unsere Gesundheit.

 

Um zu verhindern, dass dieses Abwasser völlig ungereinigt in die Bäche und Flüsse gelangt, braucht es Mischwasserbehandlungsanlagen: Sie halten die Feststoffe zurück und sorgen so dafür, dass das Abwasser wenigstens vorgereinigt in die Bäche und Flüsse abgeleitet wird.

 

Die drei bestehenden Regenentlastungen in Suhr, die bei Starkregen Abwasser aus der Kanalisation ungereinigt direkt in die Wyne oder Suhre leiten, erfüllten die gesetzlichen Anforderungen des Gewässerschutzes nicht mehr. Damit die Vorgaben wieder erfüllt werden können, müssen die bestehenden Regenentlastungen durch grössere, leistungsfähigere und den technischen Vorschriften entsprechende Mischwasserbehandlungsanlagen ersetzt werden. 


Gemeindeversammlung

An der Gemeindeversammlung am 26. November 2020 werden unter anderem folgende zwei Traktanden behandelt:

  • Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen - Realisierung einer temporären Traglufthalle über dem 50 m Becken – Bruttokredit von Fr. 3'000'000, Anteil Gemeinde Suhr Fr. 450'000
  • Budget 2021 mit einer Steuerfusserhöhung von 4 % auf neu 112 %

Die detaillierten Unterlagen sind auf der Homepage der Gemeinde Suhr zu finden (Link).

 

«Zukunft Suhr» hat sich intensiv mit den Themen beschäftigt und für beide Geschäfte die Ja Parole gefasst.

Kommen auch Sie an die Gemeindeversammlung und unterstützen Sie unsere Parolen für ein Suhr mit mehr statt weniger Leistungen.

 

Netto-Verpflichtungskredit von Fr. 450'000 (Anteil Suhr) für Traglufthalle

In der Region Aarau bestehen in den Wintermonaten nicht genügend Schwimmflächen. Zu spüren bekommen dies verschiedene Wassersportvereine, die Öffentlichkeit, aber auch die Schulen.

 

Es gibt verschiedene Argumente, die für ein Ja sprechen:

  • Es ist ein ausgereiftes, kostengünstiges regionales Projekt an dem sich die Gemeinden der Region beteiligen.
  • Der vom Lehrplan 21 geforderte Schwimmunterricht kann an unserer Schule angeboten werden.
  • Mehrwert für die Öffentlichkeit und die Familien in den entlasteten Hallenbädern.
  • Die zusätzliche Schwimmfläche im Winter steigert die Attraktivität unserer Gemeinde.

 

Aus dem Abstimmungsbüchlein der Gemeinde Suhr:

Dem Gemeinderat ist es wichtig, den regionalen Gedanken mit zu tragen und die Zusammenarbeit und Beteiligung mehrerer Gemeinden, für eine regionale Lösung, mit einem guten Kostenverteilschlüssel zu unterstützen. Für den Sport und die Schule ist es ein wichtiges Projekt. Diese Argumente haben den Gemeinderat, trotz der angespannten finanziellen Lage bestärkt, das Projekt zu unterstützen.

 

Download
Faktenblatt von aarau regio zur Traglufthalle
2020-08-04_Factsheet_Traglufthalle_Freib
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Budget 2021 mit der nötigen Steuerfusserhöhung

Aus dem Abstimmungsbüchlein der Gemeinde Suhr:

Die Befürchtung, dass der Rückgang von über 1 Mio. Franken bei den Steuern juristischer Personen in der Rechnung 2019 dauerhaft sein könnte, bestätigte sich bereits im Frühjahr 2020. Es folgte die Corona-Krise, die wohl noch längst nicht überwunden ist. Die negativen Auswirkungen auf das Budget 2021 betragen gemäss Prognose des kantonalen Steueramtes bei den Steuern natürlicher Personen ca. 450'000 Franken. Das Budget wurde auf der Basis eines Steuerfusses von 108 % erstellt. Es wurden zahlreiche Korrekturen zur Verbesserung des Ergebnisses vorgenommen. Ein vertretbares Budget konnte jedoch trotz substanziellem Abbau im Sachaufwand und einer Nullrunde bei den Löhnen nicht erreicht werden.

 

Für «Zukunft Suhr» stellt sich die Frage, ob die 4 % ausreichen und nachhaltig sind. Auch mit dieser Steuererhöhung wird die Gemeinde Suhr eine jährliches Defizit einfahren. Wir sind der Meinung, dass unsere Gemeinde den finanziellen Handlungsspielraum auf keinen Fall verlieren darf.

 

Hinweis zur Veranstaltung:

Für die Gemeindeversammlung gilt das Schutzkonzept (link) der Bärenmatte.